Monatsarchiv: März 2011

14. Etappe: Melaka, Malaysia

Seit Jahrhunderten ist die Seestraße von Melaka (auch: Malacca) von höchster strategischer Bedeutung für den internationalen Seeverkehr. Wie ein schmaler Pfad schlängelt sie sich zwischen Malaysia und der indonesischen Insel Sumatra – nur etwa 30km breit. Sämtliche Schiffe auf dem Weg zwischen Europa, Indien und Asien müssen hier durch – Wer die Straße kontrolliert, kontrolliert den Handel…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Portugiesen eroberten die Stadt 1511 und legten hier den Grundstein für ihr Imperium in Südostasien – wurden allerdings schon 130 Jahre später von den Holländern vertrieben. Die Engländer übernahmen die Stadt 1795. Schon immer gab es hier  bedeutende indische und chinesische Gemeinden. Diese Mischung bewirkt das einzigartige Flair Melakas.

Auch wenn die große Bedeutung Melakas mittlerweile an Singapur verloren ging – Heute lebt die Stadt vom Tourismus und ist ein Spiegelbild von 500 Jahren Geschichte in Südostasien.

 

 

 

 

 

Aus der portugiesischen Epoche sind nur noch Ruinen erhalten – hier das Portal der Festung sowie die Fassade der St. Pauls Kirche:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der holländischen Zeit erhielt die Altstadt von Melaka ihre bis heute gültige Form. Die hier dargestellte Windmühle ist allerdings eine aktuelles Gebäude und bei den vielen Touristen eine willkommene Fotoakttraktion:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dieser Zeit stammt auch das Stadhuis – Nicht wie erwartet in Orange sondern in Pink. Nach der Übernahme durch die Briten ergänzten diese den Gebäudekomplex im viktorianisch-klassischen Stil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ganz anderes Bild entlang der Jonker Str. – dem Chinesenviertel der Stadt. Kaufmannshäuser und Tempel prägen hier die Atmosphäre:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Coron auf Busuanga Island

Landpartie statt Thriller in Manila: Der gute Rat meiner ehemaligen Kollegin brachte mich zu dem Ausflug in die  philippinische Inselwelt. Es sollte der Höhepunkt meines Aufenthaltes werden!

Nur 45 Flugminuten südwestlich der Hauptstadt entfernt liegt Coron – ein kleines Örtchen auf der Insel Busuanga. Seit ein paar Jahren ist hier der große Touristenboom ausgebrochen: Taucher scharen sich um die Korallenriffe und die Schiffswracks aus dem 2. Weltkrieg – Angler ziehen große Fische an Land. Die Landschaft ist trotzdem ursprünglich geblieben: Es gibt zum Glück noch die „andere Seite“ der Philippinen. Für mich war es Erholung pur – eine willkommene Abwechslung zum asiatischen Großstadtdschungel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem Rundgang durch den Ort kehre ich abends in die Fischrestaurants ein. Entlang der Landungsstege reihen sich die Fischerboote  – jeden Tag gibt es fangfrische Beute auf der Speisekarte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein Besuch in Coron ist komplett ohne  einen Bootsausflug. Auf der Suche nach einer Mannschaft traf ich in meiner Bungalowanlage eine kleine Gruppe Gleichgesinnter, die das selbe vorhatte. Man wurde sich schnell einig: Zusammen mieteten wir ein Boot und fuhren einen kompletten Tag durch die Bucht, vorbei an den Schiffswracks und Korallenriffen. Schnorchel, Flossen und Taucherbrille waren natürlich mit dabei – auch ohne Zusatzausrüstung konnte man unter Wasser genug sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittagspause inklusive Nickerchen nach dem Essen: Gebratener Fisch mit Reis und pikantem Gemüse. Frisch zubereitet von unserem Kapitän. Schließlich der Rückweg im goldgelbem Sonnenschein und Ausklang eines rundum gelungenen Tagesauflugs.

 

 

 

 

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13. Etappe: Manila, Philippinen

 

Nach einer Woche im chinesischen Winter empfing mich der südostasiatische Sommer mit der gewohnten Hitze und Feuchtigleit. Willkommen auf den Philippinen: Manila ist nur ein Teil der Metropolregion – mehrere Großstädte sind in den letzten 50 Jahren ineinandergewachsen. Ich fand mein Quartier in Mandaluyong City, unweit der Autobahn EDSA, Hauptverkehrsader der Region.

 

 

 

 

Bei der Schlacht um Manila wurde die Stadt 1945 weitgehend zerstört – daher findet man nur innerhalb der alten Festungsmauern Spuren aus der spanischen Zeit. Intramuros heißt der Bezirk lautmalend, eine Mischung aus Kolonialarchitektur und asiatischen Kaufmannshäusern.

 

 

 

 

Umrahmt von  modernen Hochhäusern ist die alte Festungsstadt ein Relikt, dass sämtliche Kriege, Erdbeben und Naturkatastrophen überstand. In den Burggräben wird heute Golf gespielt, auf den Mauern treffen sich die Studenten aus den nahegelegenen Universitäten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Transportmittel hat man die Wahl zwischen Fahrrad- Mopedrikscha oder Pferdekutsche:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der philippinische Patriot und Dichter José Rizal verbrachte die letzten Tage vor seiner Hinrichtung hier im Kerker der Festung – heute ein Museum und eine nationale Gedenkstätte. Sein letzter Gang zum Schafott ist durch Fußspuren nachgezeichnet…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihm gewidmet ist auch das Rizal-Monument im angrenzenden Stadtpark:

 

 

 

 

 

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Besuch bei den Pandabären auf Taipa

http://www.macaupanda.org.mo/e/info/default.aspx

Seit Januar hat Macau eine weitere Attraktion, die Besucherscharen anzieht: Ein Paar Pandabären wurde in den eigens dafür geschaffenen Pavillonpark angesiedelt. Fast wie „heilige Kühe“ werden die geschützten Bären behandelt – es gibt nur etwa 2.000 weltweit. Der Medienrummel während der  Eröffnung war gigantisch. Überall in der Stadt gibt es Schilder und Statuen von den beiden Riesenbären. Man orientierte sich offensichtlich nicht nach einschlägigen Darstellungen:

 

 

 

 

 

 

 

Mein Lieblingstier aus meiner Kindheit konnte ich bisher nicht live sehen – ich hatte also noch etwas nachzuholen. Zunächst nahm ich den Bus von Macau rüber auf die Schwesterinsel Taipa.

Am Eingang erwarteten mich die beiden Bären bereits und wiesen den Weg zum großen Pavillon:

 

 

 

 

 

Besuchszeit eine Stunde – die Bären leben in einem Terrarium mit Ganztagesbetreuung. Leider erwischte ich die Ruhephase: Zwei  Faulpelze wälzten sich schläfrig in der Ecke herum, als wären sie des gesamten Besucherandrangs überdrüssig – leider keine Aktion oder Fütterung… hier meine gezoomten Aufnahmen:

Danach machte ich mich auf, hinauf auf den Berg in Coloane – Standort des taoistischen Tam Kung-Tempel und der Götterstatue A-ma:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Nationalpark von Coloane sind der Stress und der Lärm der Großstadt weit weg –  wie bei einem Waldspaziergang schlendere ich durchs Grün auf dem Weg zu einem kleinen Dorf, wo es ein komplett erhaltenes Barockkloster gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Parks und Burgen in Macau

Jenseits der Hochhäuserschluchten, meistens auf Hügeln, gibt es in Macau eine Reihe von schönen Parks und Burgen. Hier treffen sich die Liebespärchen, die Älteren treiben Sport und spielen Karten, hier und da wird klassisch chinesisch musiziert. Kanonen und Leuchttürme erinnern an die Kolonialzeit, ansonsten hat man spektakuläre Aussicht auf die ganze Stadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Chinesisches Neujahr

Die Feiern zum chinesischen Neujahrsfest finden traditionell sowohl im familiären als auch im öffentlichen Kreis statt – man wünscht sich das Beste zum Neuen Jahr. Begleitet von viel „Schall und Rauch“, Geschenken und Opfergaben an die Götter. Damit einher gehen eine Reihe Rituale und Gebete – Knaller und Räucherstäbchen gehören immer dazu. Die zahlreichen Tempel der Stadt sind voller denn je.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Spaziergang durch mein Viertel stieß ich auf eine seltsame chinesische Tierart: Riesige Löwen, die unter Begleitung von einer gong-schlagenden und trommelnden Band durch die Straßen zogen. Vor jedem Geschäft stürzten sich die Bestien auf die bereitliegenden Kohlköpfe und Feuerwerkskörper – viel Krach und Qualm inbegriffen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Macau bei Nacht – Bladerunner

Der Science-Fiction-Klassiker bediehnte sich bei der Kulissenwahl offensichtlich an asiatischen Großstädten à la Macau – Architekturmix, Verkehrsdichte und Neonleuchten. All diese Elemente fand ich bei meinen nächtlichen Streifzügen durch die Stadt:

Das Casino-Viertel ist unübersehbar – wie Kathedralen ragen die Türme der Spielhöllen in den Himmel. Auch nachts ist die Szenerie taghell beleuchtet, Flutlicht und Laserstrahlen verwandeln die Giganten in monströse Gebilde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Arten der Verkehrsmittel wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Je nach Geldbeutel und persönlichen Vorlieben:

 

Auch der historische Teil liegt nachts keinesfalls im Dunkeln: Durch die Festivitäten des chinesischen Neujahrsfest erstrahlte die Stadt in ihrer ganzen Pracht: Überall rote Lampen, gelbes Licht und Hasen, die das gleichnamige Jahr 2011 einläuten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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