Monatsarchiv: Oktober 2010

Benguela und Lobito

Die alte Kirche von Benguela

Casino in Lobito

Die beiden Städte liegen in unmittelbarer Nachbarschaft und werden gerne in einem Atemzug genannt: Gemeinsam haben sie eine vitale Bedeutung für das ganze Land – als Hafen und Eisenbahnendstation wird hier vor allen Dingen Import/Export betrieben. Schon vor hundert Jahren begründete sich der Reichtum der Städte auf Handel und Transport. Mit Unterbrechung während der langen Kriegszeit knüpfen die beiden Städte an ihre Tradition an.

Am Hafen von Lobito:

Betrieb rund um die Uhr

An der Kaimauer

Vorbeiziehende Riesen

Rathaus von Lobito

Benguela – das Juwel der Kolonie:

Rathaus von Benguela

Das Hotel Mombaka - in den 1960ern...

...ist auch heute noch das erste Haus am Platz

Benguela ist eine Art Park-  und Gartenstadt: Breite Boulevards mit Palmenbäumen, großzügig angelegte Parks und Promenaden, Pavillons und Prachtbauten. Ideal zum Verweilen an einem heißen Nachmittag im Schatten. Ein wilkommener und erholsamer Kontrast zur hektischen Hauptstadt.

 

Zentralplatz von Benguela

Mosaiksteine markieren den Weg

Ein kalter Drink im Schatten

Mit dem alten Kolonialdenkmal

Blick vom Radiohaus auf die Stadt

Wenig hat sich hier im Stadtbild geändert – Die typischen Funktionalgebäude aus den 1930er Jahren sowie alte Firmenlogos findet man auch hier wieder:

 

Das Kino

Die Post

Palmen&Pink in Kombination

Der ehemalige Gouverneurspalast

Medikamente aus Frankfurt/Hoechst

Neonreklame von damals

An der neuen Markthalle

Im Abendrot

Strassenansicht

Am frühen Abend – also ab 17h – kurz vor Einbruch der Dunkelheit gehe ich in Richtung Stadtstrand, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen:

Der Strand von Benguela - nachmittags

 

Alte Faktoreien aus der Kolonialzeit

Park an der Promenade

 

Daneben das Museum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frontansicht

Wurzelholz am Strand

Theatervorstellung im Lagerhaus

 

 

 

 

 

 

 

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Auf den Gleisen der Benguela-Bahn

Endstation des Schienstrangs

Die Benguela-Bahn ist die Eisenbahnverbindung von Zentralafrika an die Atlantikküste. Sie führt 1350km quer durch Angola. Fertig gestellt in den 1920ern – wurden Rohstoffe wie Kupfer, Erze und Holz aus den Herzen des Kontinents zur Verschiffung an den Hafen von Lobito transportiert. Im Bürgerkrieg weitgehend zerstört, erlebt die Traditionslinie ihre schrittweise Neueröffnung. Sie ist das sichtbarste Zeichen des Wiederaufbaus in Angola:

1350km quer durchs Land

Hier die historischen Wagen

Hier die neuen Gleise

Ich folge den Schienen bis zum alten Bahnhof – außer ein paar Rangierstrecken und verlassenen Hallen finde ich nichts vor. Bald wird hier wieder Verkehr herrschen, dank eines chinesischen Konsortiums, dass in den letzten fünf Jahren die Wiederherstellung der Strecken durchführt.

Am alten Bahnhof

Vor den Lagerhallen

 

 

 

 

 

 

Am Ende der Schienen

In den alten Lagerhallen

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6. Etappe: Angola

Bauboom ohne Ende - Wolkenkratzer wo man hinsieht

Der Kontrast könnte wohl kaum größer und drastischer sein: Von der tropischen Robinson-Insel mitten in den Moloch der Metropole: Angolas Hauptstadt Luanda ist das Boomtown in Afrika. Hier herrscht Goldgräberstimmung seitdem seit ein paar Jahren die Waffen endlich schweigen und die Erdölmilliarden in die Infrastruktur investiert werden. Das Ergebnis ist allgegenwärtig: verstopfte Straßen, aberwitzige Preise und windige Spekulanten, die aus Chaos Cash machen. Für Touristen oder Reisende allgemein ist es noch ein paar Jahre zu früh – ich fand zu meinem Glück das billigste Hotel der Stadt für 50 EUR pro Nacht und begnügte mich mit Ölsardinen und Thunfisch aus der Dose, um nicht das Budget zu sprengen. Dabei war Luanda einmal eine angenehme und ansehnliche Stadt in den 1960ern:

Luanda in den 1960ern

Luanda im Jahr 2010

Unweit meines Hotels im Zentrum um 1960

Die gleiche Strasse von der anderen Seite aus gesehen

Die Stadt ist kaum wiederzuerkennen

Betrieb bei Tag...

...und bei Nacht

Zwischendrinn ein paar Reste der alten Substanz

...ansonsten Hektik pur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oben auf der Festung begegne ich den alten und neuen Helden des jungen Landes: Mitsamt dem militärischen Gerät aus dem Bürgerkrieg. Russische Jeeps, portugiesische Hubschrauber und südafrikanische Transporter zeugen von den langen Kriegsjahren gleich nach der Unabhängigkeit.

Neben den alten Portugiesen...

...steht die angolanische Koenigin

 

Schrott als Reliquien des Krieges

Auch unten an der Promenade wird gebaut: Eine Parkanlage am Wasser ist in Projektion – Palmen und Mosaike an der sogenannten Avenida Marginal:

Am Wasser

Die Nationalbank

Am Sonntag, morgens - ohne Stau

Hier unter der Woche

Die Banco de Angola

Strassenschlucht

Alt und Neu im Kontrast

Neue Riesen im Entstehen

Sonangol über Alles

Im Vorbeigehen

Frisch auf dem Gehsteig

Genug gesehen - raus aus der Stadt!

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Im Restaurant des Starkochs

Ein Standardwerk der tropischen Kueche

João Carlos da Silva ist im portugiesischen Fernsehen eine feste Größe: Seit Jahren hat der Starkoch von der Insel seinen Stammplatz im Sendeplan. Wenn es um tropisch-exotische Köstlichkeiten geht ist er der Meister.

Von seinem Anwesen auf São Tomé aus schwenken die Kameras zuerst über die Insellandschaft bevor sie einen Blick direkt in die Töpfe werfen. Seine Rezepte sind mittlerweile in aller Munde. Und auch nach Aufnahmeende versorgt der Maitre seine Gäste mit kulinarischen Leckerbissen aller Art. Es brodelt aus seinen Töpfen, es duftet nach frischen und einzigartigen Zutaten – ich habe ihn mit gutem Hunger ausgestattet in seinem Restaurant besucht – na dann: Guten Appetit!

Blick von der Einfahrt aus

Am Tor

Im Hof

Von der Seite

Auf dem Balkon

Beste Zutaten, frisch aus dem Garten

Fangfrisch aus dem Meer

 

 

 

Noch ist der Tisch ungedeckt

Auf der Veranda wird der Tisch bereits gedeckt – ein paar Vorbereitungen werden noch getroffen, bevor das Mahl zur Tafel getragen wird. Derweil mache ich es mir in der Hängematte bequem und vernasche das hors d’oeuvre. Der Hauptgang danach schmeckt ausgezeichnet, spätestens beim Nachtisch bin ich hin und weg. Bleibt noch das Mittagsschläfchen in der Ruhezone.

Ruhesessel fuer die Siesta danach

Chill out nach dem Essen

Es war sehr lecker!

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Unterwegs auf der Insel

Einfahrt zur Faktorei

Die Faktorei liegt 20km außerhalb der Stadt, direkt am Meer mitten in einem dichten Palmenhain – ein idealer Ort zum Anbau und Verarbeiten der Kokosnüsse. Neben Kopra wird hier vor allem Palmöl produziert.

Der Fiat Traktor kommt nur selten zum Einsatz

Die Lagerschuppen

An der Strasse

Aus dem Jahr 1913

Mit Blick auf das Meer

Abseits der Wirtschaftsgebäude wiegen sich die Bäume im Wind – das Rauschen des Meeres erfüllt die Luft. Fast zu idyllisch ruhig erscheint die Szene, wäre da nicht das Donnern der Brandung im Hintergrund.

Im wogenden Wind

Abseits des Meeres

Boca de Inferno
Die Wellen brechen abseits der Plantage mit schwerer Wucht gegen die Steinklippen. Selbst bei wenig Seegang schäumt das Weißwasser, Fontänen schießen in die Luft, die Geräuschskulisse ist ohrenbetäubend – man versteht sein eigenes Wort nicht. Die Portugiesen nennen diesen Ort sinnfüllend „Boca de Inferno“.

Geht man weiter ran...

Kurz vor den Klippen

Sturmfrisur? - was soll's!

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Das Geheimnis der Fazenda

Es war einmal… die alte Fazenda im Hochland

Das Geheimnis der Fazenda wird durch ihre Abgeschiedenheit gut gehütet: Abseits der Hauptstraße führt nur ein schmaler Feldweg zu einer der größten Plantagen der Insel: Früher wurde hier der Kakao Körbeweise rangeschafft, getrocknet und dann in Güterwagenladungen zum Hafen abtransportiert… Heute wird hier allenfalls zum Selbstverbrauch angebaut und geerntet. Über den Wirtschaftshäusern und dem ehemaligen Krankenhaus liegt eine bleierne Lethargie – die Zeit steht still.

Im Speisesaal des Herrenhauses

Auch diese Uhr steht still
Im alten Herrenhaus finden sich noch ein paar Relikte aus längst vergangenen Zeiten, die Krankenstation ist mittlerweile zum Mehrfamilienhaus umfunktioniert.

Im Schatten

Blick in den Garten

Auf der Veranda

Die alte Spital

Das komplette Anwesen

Seitenansicht

Um den Tropenschatz zu finden, muss man sich ins Dickicht vorwagen. Mit einer Machete und unter Führung der Einheimischen bahnt man sich den Weg vorwärts, vorbei an mächtigen Bäumen.

Hier hilft keine Axt...

Diese sind noch unreif

 Noch ist der Kakao nicht reif genug, aber kosten kann man die Bohnen bereits:

Frisch vom Baum

Die Kakaofrucht

Bereit zur Kostprobe

Sie schmecken unreif – einfach entsetzlich und haben nichts mit dem Endprodukt Schokolade gemeinsam. Aber lehrreich war die Kostprobe in jedem Fall. Also doch besser auf die Schokolade warten.

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