16. Etappe: Indien

Reisen auf dem Subkontinent

Kurz nach meiner Geburtstagsfeier in Singapur ging es weiter zum Flughafen und hinein in das Abenteuer Indien: Der Nachtflug war nur halbvoll und ich konnte über drei Sitze gestreckt schlafen und nochmal meine Agenda durchgehen.

Ich hatte mir leider die heißeste Jahrreszeit für meinen Besuch auf dem Subkontinent herausgesucht. Von daher begrenzte ich meinen Aufenthalt auf das Notwendigste, um den „Portugiesischen Sommer“ im Indischen Sommer abzuschließen.

3 Städte: Daman, Diu und Goa

2 Wochen Reisedauer

länger sollte das Abenteuer Indien zum 1. Mal nicht dauern.

Flug und Zug wurden im Land zu meinen Transportmitteln: Ersteres ist dank Jet Airways effizient und erträglich, letzteres ist ein Kraftakt und Kapitel für sich.

Dank intensiver Planung konnte ich auf zwei Alternativen zurückgreifen, die ich mir als Etappenziele nach meiner Ankunft in Mumbai – dem ehemaligen Bombay – festgelegt hatte:

Die Insel Diu  – nur einen kurzen Anschlussflug enfernt  – oder

Die Küstenstadt Daman – nur 150km per Bahn entfernt.

Goa – oneway und dann mit der Bahn die Küste entlang zurück nach Mumbai

Bei der Ankunft dann die Entscheidung: Alle Flüge nach Diu sind die nächsten Tage ausgebucht, erst am Sonntag in vier Tagen gibt es wieder Plätze.

Also ausweichen nach Daman.

0500h, 25°C, Mumbai erwacht und ich knattere in einem Taxi zum Bahnhof Bandra, von dem aus alle Züge Richtung Norden raus aus der Stadt fahren.

Für einen Neuankömmling schlug ich mich wacker durch die Menschenmassen auf dem Weg zum Gleis und durchs Abteil – ich hatte sogar das Glück, daß sich eine Familie mir erbarmte und mir einen halben Sitzplatz auf ihrem Sechser anbot. Die 150km Bahnfahrt vergingen wie im Flug bei frischem Fahrtwind aus den offenen Türen und Fenstern.

Daman

Daman ist ein kleines Fischerdörfchen an der Westküste Indiens und hat eine Attraktion, die es einzigartig weit und breit macht: Alkoholausschank.

Zusammen mit der Insel Diu gehört die Stadt zu den ehemals portugiesischen Territorien, die erst 1961 „befreit bzw. eingemeindet“ wurden. Hier gelten andere Gesetze als im umliegenden Bundesstaat Gujarat, in dem Alkohol verboten ist.

Sehr zu Freude des regionalen Tourismus, wenn jedes Wochenende tausende Inder zum „Schoppen“ trinken in die Küstenstadt einfallen. Feucht+fröhlich ist die Stimmung, ab und zu fliegen die Fetzen in den Kneipen, aber ab 23h ist Sperrstunde und es kehrt Ruhe ein in dem verschlafenen Fischerort.

Monumental kommt das Fort aus der Kolonialzeit mit mächtigen Mauern daher, Inschriften zeugen zumeist aus dem 16. und 17. Jh. – als Portugal noch nicht von den Briten als Vormacht verdrängt war. Geblieben sind einige Herrenhäuser, Kloserruinen die Portale und Christuskreuze.

Sonnenaufgang: Die  Landschaft hüllt sich in einen Schleier aus Dunst und Morgentau in dem sich das gleißend helle Licht spiegelt.

Alle spielen Cricket – der Volkssport erfreut sich in Indien seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2011 noch größerer Beliebtheit. Hier posieren die Stars von morgen:

Abends sitzen die Touristen zum Sonnenuntergang am Strand oder machen eine „Wattwanderung“ durch den Schlick, bevor es in eine der zahlreichen Kneipen weitergeht.

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Eingeordnet unter Der Portugiesische Sommer

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