Archiv der Kategorie: Exkurse

Schaschlik in Sewastopol

Die Tage nach dem Festival verbrachte ich in vertrauter Runde bei Freunden in Sewastopol, die ich von letztem Jahr her kannte. Es gab manche déjà-vus aber auch neue Bekanntschaften an diesem Sonntag nachmittag am Lagerfeuer bei allerlei Gegrilltem und Wodka.

Nach den Feierlichkeiten zum Siegestag am 9.Mai machte ich mich auf nach Xersones – einer antiken griechischen Ruinenstadt die hier auf der Krim im Zuge der hellenistischen Kolonisation gegründet wurde.

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Sektabend 2.0

Auch der Sektabend mit einem guten Freund war keine Premiere: Wie im letzten Jahr fuhren wir von Sudak nach Novi Svet, um in der dortigen Kelterei zwei Flaschen Sekt zu erstehen. Roter Krimsekt – versteht sich. Der Kiesstrand von Sudak im Schatten der Ritterburg ist das ideale Setting für eine lässige Trinksession zu zweit: Die Schatten werden länger, golden geht die Sonne unter als sich der Alkoholpegel schluckweise nach oben schraubt, das Meer rauscht im Hintergrund – herrlich!!

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Krimtango 4.0

Tangofestival auf der Krim – zum 4. Mal nacheinander war ich zu Gast -> Und immer wieder begeistert: 6 Tage und Nächte im Ballsaal, der die Welt bedeutet. Eines der besten Festivals weltweit und immer eine Reise wert. Ich entschloss mich sehr kurzfristig (2 Tage vorher) dorthin zurückzukehren. Turkish Airlines fliegt täglich von Istanbul auf die Krim – ein Taxi an die Küste konnte ich mir mit einem altbekannten Tangokumpel teilen. Hier noch ein paar Eindrücke vom letzten Abend der wie gewohnt im Morgengrauen endete:

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Alt-Singapur: Geylang

In Singapurs Osten ist wenig von der kühlen, auf Hochglanz polierten Sterilität zu spüren, die man sonst überall antrifft: Im Stadtteil Geylang herrscht noch die wuselige informelle Atmosphäre des „anderen“ Singapurs vor dem Modernisierungs- und Standartisierungswahn.  Hier haben die Grundstückspreise noch keine astronomischen Höhen erreicht – es gibt noch keine Shoppingmalls. Dagegen weht ein Hauch von Chinatown und Halbwelt  durch die verzweigten Gassen: Viele kleine Läden, -zig Restaurants, Karaoke Bars und Massage Salons. Für mich der mit Abstand angenehmste Teil der Stadt:

In den vielen kleinen Restaurants gibt es für schmales Geld authentische leckere Spezialitäten. Eine ganz spezielle Frucht haben die Obstverkäufer im Sortiment: Durian. Unverkennbar durch den einzigartigen Geruch gehört diese Frucht wohl zu den interessantesten Gewächsen – letztlich ist jedoch alles Geschmackssache. Für Mutige!

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Zwischenstopp: Singapur

Es lag auf der Route und sollte nur ein Zwischenspiel werden: Singapur als moderne Weltmetropole erfindet sich täglich in punkto Sauberkeit, Organisation, Kommerz und Perfektionismus selbt neu –  in Südostasien führt kein Weg an dieser Stadt vorbei.

Vor und nach Timor besuchte ich dieses „Musterländchen“ – jedes Mal mit anderem Hintergrund: War ich beim ersten Mal nur Fremder kam ich beim zweiten Mal als Gast und Freund. Ein befreundeter Journalist von der Timor-Gruppe lud mich zu sich nach Hause ein.

Ich nutzte die Stadt für Behördengänge und Organisatorisches: Ergebnis – Das Visum für Indien mußte ich bei der India High Comission vor meiner Weiterreise beantragen – Wartezeit: 1 Woche. Aus dem kurzen Stopover wurde nun ein längerer Aufenthalt. Zeit genug, um hinter die Kulissen der Hochglanzhochhäuser zu schauen. Ich lieh mir ein Mountainbike und erfuhr Singapur von einer anderen Seite:

Hier zunächst das gängige, bekannte Singapur:

Eine moderne Großstadt wie x-beliebige andere – alles übersichtlich auf dem Reißbrett geplant und hocheffizient. Viele Hinweisschilder, Pläne, Automaten, unter der Woche vormittags ist die Innenstadt menschenleer -> Alle sind im Büro.

In der Innenstadt findet man abseits der Bürotürme und Einkaufsstraßen noch Little India, Chinatown und die erhaltenen englischen Verwaltungsgebäude:

Es gibt sogar einen Strand in Singapur – Entlang der Uferpromenade hat den besten Blick auf einen der größten „Schiffsparkplätze“ der Welt: Mehrere Millionen Bruttoregistertonnen in Form von Tankern und Containerfrachtern liegen auf Reede und warten auf Einlass in den Hafen.

In meinem Viertel wohne ich wie sonst nie während meiner Tour – Ein-Familienhäuser mit Fuhrpark, automatischen Toren, und Dienstpersonal. Bürgersteige sauber gefegt wie „10h, Samstag vormittags in Deutschland“.

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Coron auf Busuanga Island

Landpartie statt Thriller in Manila: Der gute Rat meiner ehemaligen Kollegin brachte mich zu dem Ausflug in die  philippinische Inselwelt. Es sollte der Höhepunkt meines Aufenthaltes werden!

Nur 45 Flugminuten südwestlich der Hauptstadt entfernt liegt Coron – ein kleines Örtchen auf der Insel Busuanga. Seit ein paar Jahren ist hier der große Touristenboom ausgebrochen: Taucher scharen sich um die Korallenriffe und die Schiffswracks aus dem 2. Weltkrieg – Angler ziehen große Fische an Land. Die Landschaft ist trotzdem ursprünglich geblieben: Es gibt zum Glück noch die „andere Seite“ der Philippinen. Für mich war es Erholung pur – eine willkommene Abwechslung zum asiatischen Großstadtdschungel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem Rundgang durch den Ort kehre ich abends in die Fischrestaurants ein. Entlang der Landungsstege reihen sich die Fischerboote  – jeden Tag gibt es fangfrische Beute auf der Speisekarte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein Besuch in Coron ist komplett ohne  einen Bootsausflug. Auf der Suche nach einer Mannschaft traf ich in meiner Bungalowanlage eine kleine Gruppe Gleichgesinnter, die das selbe vorhatte. Man wurde sich schnell einig: Zusammen mieteten wir ein Boot und fuhren einen kompletten Tag durch die Bucht, vorbei an den Schiffswracks und Korallenriffen. Schnorchel, Flossen und Taucherbrille waren natürlich mit dabei – auch ohne Zusatzausrüstung konnte man unter Wasser genug sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittagspause inklusive Nickerchen nach dem Essen: Gebratener Fisch mit Reis und pikantem Gemüse. Frisch zubereitet von unserem Kapitän. Schließlich der Rückweg im goldgelbem Sonnenschein und Ausklang eines rundum gelungenen Tagesauflugs.

 

 

 

 

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13. Etappe: Manila, Philippinen

 

Nach einer Woche im chinesischen Winter empfing mich der südostasiatische Sommer mit der gewohnten Hitze und Feuchtigleit. Willkommen auf den Philippinen: Manila ist nur ein Teil der Metropolregion – mehrere Großstädte sind in den letzten 50 Jahren ineinandergewachsen. Ich fand mein Quartier in Mandaluyong City, unweit der Autobahn EDSA, Hauptverkehrsader der Region.

 

 

 

 

Bei der Schlacht um Manila wurde die Stadt 1945 weitgehend zerstört – daher findet man nur innerhalb der alten Festungsmauern Spuren aus der spanischen Zeit. Intramuros heißt der Bezirk lautmalend, eine Mischung aus Kolonialarchitektur und asiatischen Kaufmannshäusern.

 

 

 

 

Umrahmt von  modernen Hochhäusern ist die alte Festungsstadt ein Relikt, dass sämtliche Kriege, Erdbeben und Naturkatastrophen überstand. In den Burggräben wird heute Golf gespielt, auf den Mauern treffen sich die Studenten aus den nahegelegenen Universitäten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Transportmittel hat man die Wahl zwischen Fahrrad- Mopedrikscha oder Pferdekutsche:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der philippinische Patriot und Dichter José Rizal verbrachte die letzten Tage vor seiner Hinrichtung hier im Kerker der Festung – heute ein Museum und eine nationale Gedenkstätte. Sein letzter Gang zum Schafott ist durch Fußspuren nachgezeichnet…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihm gewidmet ist auch das Rizal-Monument im angrenzenden Stadtpark:

 

 

 

 

 

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