Tagesarchiv: 19.07.2011

Der Berg ruft – Wanderung zum Shirane-san

Der Berg Shirane-San ist mit 2.578m  der höchste Berg im Nikko-Nationalpark. Innerhalb von einem Tag kann man ihn gemütlich erklimmen. Erstmal gehts mit dem Bus von Nikko ins Heilbad Yumoto-Onsen, von dort folgt man den Skipisten hinauf ins Gebirge.

Beschilderung und Wanderkarten sind vorhanden, allein der Schnee macht die Suche nach den Markierungen schwierig. Noch Anfang Juni waren die Bäche vereist, knietief sinke ich bisweilen auf den Wegen ein. Steil führt der Pfad gen Gipfel.

Erster Zwischenstopp auf dem kleineren Nachbarberg. Ab dort geht es auf einem Höhenkamm im Bogen hoch zur Spitze des Shirane-San. Die Aussicht entschädigt für die Kletterei allemal.

Das letzte Stück hat es in sich: Obwohl der Berg fast zum Greifen nah erscheint, muss ich einen langen Umweg entlang des Kamms laufen.  Einige Strecken muss ich sogar erklettern. Vorbei an der Wetterhütte bewege ich mich durchs Unterholz des Hochgebirges bis die Vegetation in Geröll und Eis übergeht.

Mit mir zusammen ist eine japanische Rentergruppe am Gipfel – unglaublich wie fit die Leute sind. Nach einer nötigen Rast beginnt der Abstieg – er wird trotz schöner Aussichten in der Nachmittagssonne erheblich schwerer als der Hinweg.

Zum Schluss der Tour noch ein paar Aufnahmen vom spiegelglatten See am späten Nachmittag:

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Nikko

Nikko is Nippon – so die Schlagzeile des japanischen Tourismusverbandes. Aber nicht nur die Tempelstadt aus dem 17.Jh., sondern auch der umliegende Nationalpark im Bergland sind eine Art „Japan en miniature“. Natürlich mit dem entsprechenden Besuchervolumen. Bestens für einen Wochenendausflug von Tokio zu erreichen – 2h fährt man im Zug Richtung Norden ins Bergland. Besonders eindrucksvoll ist der Tosho-gu Schrein:

„Die drei Affen“ haben in einer Fassadenschnitzerei des Schreins ihren Ursprung – „nichts hören, nichts sagen,nichts sehen“: Dieser sprichwörtliche Umgang mit „dem Bösen“ hat mittlerweile weltweite Bekanntheit. Unterschiedlich allein die Wertung, die kulturell nicht verschiedener sein könnte. Im Japanischen steht das Sprichwort für moderate Zurückhaltung und wohlwollendes Übersehen – im westlichen Verständnis steht es für das Ignorieren und Totschweigen von offensichtlichen Mißständen.

Jenseits der Tempelanlagen führt eine Brücke über einen rauschenden Bach. Ab dort geht es hoch ins Gebirge zu den heißen Quellen und Bädern sowie zu den Vulkanen.

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