Salvador da Bahia

Nach 25 Std. Überland-Busfahrt erreiche ich gerädert und lädiert mein Etappenziel im Nordosten Brasiliens: Salvador da Bahia – drittgrößte Stadt Brasiliens und von 1549 bis 1753 erste Hauptstadt des Landes. Ankunft um 23h  – gerade schaffe ich es mit dem letzten Bus ins Zentrum, wo ich in einem „Stundenhotel“ die angebrochene Nachtruhe verstreichen lasse.

 

 

 

 

 

Durch meinen ersten Besuch vor zehn Jahren ist mir das Zentrum rund um den „Pelourinho“ frisch in Erinnerung, fast kommt es mir vor als wäre ich gerade ein paar Wochen weggewesen. Vorbei an den restaurierten Kirchen und renovierten Häusern bahne ich mir den Weg durch die Oberstadt. Diese liegt auf einem Hügel mit bestem Blick auf die Bucht und die Unterstadt – verbunden durch den zentralen Aufzug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salvador repräsentiert das afrikanische Erbe Brasiliens – durch den Sklavenhandel reich geworden, sind die Atmosphäre und die Gebräuche bis heute von deren Nachfahren geprägt. In Kombination mit den indianischen Ureinwohnern und den europäischen Einwanderern ergibt sich eine einzigartige Bevölkerungsmischung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den katzbuckligen Gassen der barocken Altstadt überragen die Kirchen die ineinander verschachtelten Häuser. Das ständige bergauf/bergab verlangt im tropischen Klima die Kondition eines Ausdauersportlers. Belohnt wird die Tour durch bildschöne Ausblicke auf Stadt und Bucht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich sind auch Musik und Literatur ein fester Bestandteil der lokalen Kultur: Das Samba-Ensemble Olodum wird vielen ein Begriff aus Michael Jacksons Video zu „They don’t really care about us“ sein. Der brasilianische Nationalschriftsteller Jorge Amado setzte der Stadt in seinem Buch „Dona Flor und ihre beiden Ehemänner“ ein literarisches Denkmal (Verfilmt 1976 mit Sonia Braga).

 

 

 

 

 

 

 

Vor Ort auf dem „Pelourinho-Platz“ gibt es täglich – mal mehr und mal weniger touristisch inszeniert – Aufführungen und Umzüge, so auch während meines Aufenthaltes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Plätzen vor den Kirchen und Kolonialgebäuden tummeln sich Touristen und deren meist selbst-ernannte Guides. Die Läden verfügen über das gleiche standartisierte Sortiment. Ich bewundere die Details der verschnörkelten Fassaden und fotografiere die Szenen in bestem Nachmittagslicht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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